St. Matthäus in Pritschapl - Bekannte Bauten im Komotauer Land

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

St. Matthäus in Pritschapl

Kirchen/ Synagogen im Umkreis
Aquarell von K.H.Wagner
St. Matthäus in Pritschapl

Ein Haus voll Glorie schauet
weit über alle Land
Aus ew´gen Stein erbauet
von Gottes Meisterhand

Kaum ein Ort im Komotauer Land ist durch seine Kirche so gekennzeichnet wie Pritschapl. Sie thront auf einem Hügel (301 m) und ist kilometerweit im Umland zu sehen. Obwohl die Kirchen von Priesen, Sonnenberg und Quinau ebenfalls ins Auge fallen, ist der Reiz der Pritschapler Kirche mit ihrer wunderlichen Geschichte besonders bemerkenswert.
Diese Pfarrkirche „Zum Apostel Matthäus" besteht schon seit dem 11. Jahrhundert und gehörte zum Kaadener Dekanat. Seit 1592 stand sie unter dem Patronat der Komotauer Jesuiten. Nach der am Bogen des Presbyteriums angebrachten Inschrift , wurde die Kirche 1720 neu erstellt und 1728 eingeweiht, dann 1755 von Johann Anton Fux mit Fresken ausgemalt. Als am 5. August 1859 die Kirche durch einen Blitzschlag entzündet und ganz eingeäschert wurde, kam es beim Wiederaufbau einer Sage nach zu folgender Begebenheit:

Aus Bequemlichkeit sollte der Neubau nicht auf dem Hügel, sondern in der Ebene erfolgen. Man begann das Baumaterial zu der Stelle zu schaffen, die zum Bau der Kirche vorgesehen war. Doch war man am nächsten Morgen sehr erstaunt, als das gesamte Baumaterial verschwunden war und man es dort, wo einst die Kirche stand, wieder fand. Man brachte es nach unten, aber wieder war es am anderen Morgen oben an der alten Stelle. Es wurde noch einige Male versucht, aber das ganze Baumaterial war am nächsten Morgen wieder auf dem Hügel. Man glaubte, dass ein höherer Wille sich dem Kirchenbau in der Ebene widersetzte und so wurde die Kirche, auch zur Freude der Nachfahren, wieder auf dem Hügel an der alten Stelle erbaut.

Mit dem Wiederaufbau der Kirche wurde 1860 begonnen, der Turm um ein Stockwerk erhöht. Im Jahre 1867 bekam die Kirche eine neue Orgel. Vor dem Brand hatte sie 5 Altäre. Gegenwärtig besitzt sie 3 Altäre, den Hochaltar von 1885 und zwei Seitenaltäre von 1891, siehe Bild mit Predigtstuhl.
Am Altarbogen stehen die Worte: "Gott sei mit uns und wir in Gott!"
Der auf dem Bild nicht zu sehende linke Altar war der heiligen Mutter Anna geweiht und der rechte Seitenaltar dem heiligen Nepomuk. Seit 1920 war dieser der Marienaltar. An der linken Kirchenwand, gegenüber dem seitlichen Kircheneingang, ist ein Kirchenanbau, die Kapelle Heiliges Grab. Das Kirchenfest wurde an dem folgenden Sonntag nach dem 21. September gefeiert.
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü