Peter und Paul in Priesen - Bekannte Bauten im Komotauer Land

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Peter und Paul in Priesen

Kirchen/ Synagogen im Umkreis
Die Kirche St. Peter
und Paul in Priesen
Am Sonntag, den 25. April 2009 wurde nach vielen Jahren wieder ein Gottesdienst in der Priesener St. Peter und Paul- Kirche gefeiert. Eine große Zahl von Wallfahrern hatte sich eingefunden. Die Messe zelebrierten der ehemalige Generalvikar P.Karel Havelka und der Komotauer Pfarrer Alois Heger und der Kaadner Pfarrer Josef  Cermak  . Die Wallfahrt klang traditionell aus mit Festkuchen vor der Kirche.
Die Kirche in Priesen steht inmitten einer der schönsten Landschaften Nordböhmens. Sie gehört zu den prächtigsten Bauten des böhmischen Barocks, die alljährlich Tausende von Besuchern und Betern anlocken. Das auf einer waldigen Höhe gelegene große Gotteshaus  des kleinen Städtchens Priesen lädt viele zu längerem Verweilen ein.
Die Marienkapelle zur schmerzhaften Muttergottes inmitten des alten Friedhofes 1890 als Begräbniskapelle genutzt, verdankt ihre Entstehung einem alten Gnadenbild. Dieses Bild soll sich 1222 in einem Kirchlein auf einem Berg befunden haben. Graf Martinitz soll auf den Trümmern des alten Kirchleins eine Kapelle erbaut haben, in der das Bild zur Verehrung aufgestellt wurde. Ab 1669 fanden Prozessionen dorthin statt.  Im Hussitenkrieg 1421 verschwand es und wurde erst 1632 oder 1637 von Franz Jakob Meyer in einem Brunnen wieder gefunden. Im 16. Jahrhundert war die Kirche protestantisch. Die Komotauer Jesuiten, welchen seit 1592 das Patronat zustand, übernahmen sie 1613. Im Jahre 1737 ging nach langem Streit mit den Jesuiten das Patronat an den Hagensdorfer Grafen Franz Michael von Martinitz. 1671 ließ Graf Adam von Martinitz die Kapelle vergrößern und 1710 ließ Graf Adam von Martinitz einen Neubau mit Turm errichten.
Pieta   von einem unbekannten Meister, von Opitz um 1430 datiert. Ursprünglich in der Friedhofskapelle in Priesen bei Komotau. Höhe 76 cm, ursprünglich polychrom. Auf dem Kleid der Maria Brokatmuster aus Blumen,   Die Plastik trägt erkennbare Züge eines sehr schönen Stils. Nach einer alten Fotodokumentation aus den 60er Jahren wurde die Plastik restauriert. Heute Museum in Chomutov.
Zwischen 1736 und 1742 ließ er die baufällige Kirche nach Plänen von Kilian Ignaz  Dientzenhofer neu errichten. Die Ausführung lag in den Händen vom Komotauer Baumeister Johann Christoff Kosch und P. Eisenberger. Der Bau steht auf 3 Piloten.  Wegen der schlesischen Erbfolgekriege wurden die Arbeiten unterbrochen und erst 1763 konnte die Kirche fertig gestellt werden. Das Gnadenbild wurde am 8.5.1763 feierlich in die Pfarrkirche gebracht.
Der Bau hat die Form eines lateinischen Kreuzes an dessen Ecken sich 4 Hallen mit 4 darüber liegenden Oratorien befinden. Weithin sichtbar sind die beiden 60 m hohen schlanken Türme, in denen 4 Glocken hingen. Die Turmuhren stiftete Bischof Hanl. Auf dem Hauptaltar steht das spätgotische Gnadenbild Mariens (Ende 15. Jahrhundert). Wallfahrt wurde an Mariä Himmelfahrt (15. August) gehalten. Neben dem Hochaltar gibt es noch vier Seitenaltäre. Die Orgel ( 1758) mit 19 Registern erbaute im Jahre 1758 der Elbogner Orgelbaumeister J. Schmidt im Rokokostil.  Die Kanzel ist eines der besten böhmischen Schnitzwerke. Die Fresken stammen von von F. Müller. Die Türme wurden 1764/ 65 errichtet.




 
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