Die Hutbergwarte bei Komotau - Bekannte Bauten im Komotauer Land

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Die Hutbergwarte bei Komotau

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Die Hutbergwarte

von Adam Grete Jäckel
Ergänzungen von Helmut Mürling
Der Hutberg ist einer der markanten Randhügel der Erzgebirgskette, die im Norden Komotaus steil aus der Ebene aufragt. Vollständig bewaldet ist er nahe der Stadt gelegen und wird von einem umfangreichen Wanderwege- Netz durchzogen. Schmale Wege führen bergan und breite, von Erdbeersternen umsäumt und von Gras überwuchert.Zu jeder Tageszeit hat der Hutberg seine Freunde. Man kann nicht sagen, wenn er am schönsten ist. Wenn Morgenschleier zum Gipfel flattern ist er am geheimnisvollsten. Der Abend beschert dem Besucher graniose Sonnenuntergänge über den Duppauer Bergen. Planlos kann man durch den Wald schlendern, immer bergauf. Irgendwann ist man dann am Gipfel.Dort steht man dann vor einem der schönsten Ausflugslokale des Komotauer Landes, der Hutbergwarte. In den 20er Jahren erbaut, unter Federführung des langjährigen Komotauer Bürgermeisters Dr. Storch, der viele Bauten der Neuzeit errichtet hat. Noch vor einem Jahr hatte man eine wertvolle Kassettendecke im Gastraum des Hotels wiederentdeckt. Schon vor dem Bau der Hutbergwarte kannte man den Wert des Aussichtspunktes am Hutberggipfel erkannt. Dort stand ein Aussichts- Pavillon, die Gloriette. Die Gloriette wurde ein Raub der Flammen.
Die Hutbergwarte hat einen Aussichtsturm mit einer Rundum- Glasveranda, die eine grandiose Fernsicht bot. Im Osten der Borschen und Milleschauer, die Gipfel des Böhmischen Mittelgebirges und der Brüxer Schloßberg. Über den Klotz des Tannichs wandern Wolken. In der Mitte die schöne Pritschapler Kirche, westlich die Dientzenhofer Basilika Priesen, dahinter Kaaden und in der Ferne die Höhen der Duppauer Berge.
Über Pirken, Görkau, und Schloss Rothenhaus streift das Gesicht, man sucht Udwitz, Ukkern, Wurzmes, Pößwitz , Kunnersdorf, Türmaul, Schimberg und das Schloß Eisenberg, das am Steilhang des Seeberges zu kleben scheint. Die Seen zwischen Seestadtl und Georgenthal schimmern unter graublauen Rauchschwaden, die von den Industrieanlagen ausgestossen werden.
Die Wiesen sind weiß wie Schnee von den vielen Käsblumen die dort unten stehen. Die Hänge sind blau von Gebirgsstiefmütterchen.Unten aber grüßt die Metropole Komotau herauf. Unschwer sind die Dekanalkirche, die Ignatiuskirche. das Goethegymnasium, die Essen des Mannesmannwerkes, die Poldihütte und der Förderturm mit den Förderrädern des Juliusschachtes zu erkennen. Vom Juliusschacht zum Mannesmann führt eine Drahtseilbahn mit Hunten, die Energieversorgung des Werkes. Neben Mannesmann die riesige Aschenhalde. Sie befährt gerade der Wurm eines Zuges der Bockelbahn. Hinter ihr die Loren mit glühendheißer Asche.
Ja ein schönes Fleckchen Erde, unser Hutberg.


Die Gloriette, die wohl kein Lebender mehr kennt
Blick auf Komotau
Hermann Löns Stein am Hutberg
Hutbergwarte- Restaurant
Gegenwart (2017)
 
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